Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und revolutionären Syndikalismus

Monatsarchive: Oktober 2011

Inhaltsverzeichnis – barrikade

barrikade # 8 – Juni 2013

Umfang 60 Seiten – Preis: 4 Euro  —- Vorschau:

barrikade-8-cover

barrikade # 7 – April 2012

Umfang 48 Seiten – Preis: 4 Euro  —- Vorschau:

b7-tb

barrikade # 6 – November 2011

Umfang 48 Seiten – Preis: 4 Euro  —- Vorschau:

Kollektivbetriebe als ‚konstruktiver Sozialismus‘?

• Kollektivierungen in Katalonien 1936-39 – Augustin Souchy

• Theorie in Lichte der Praxis – Helmut Rüdiger

• Würdigung des Anarchosyndikalisten und Genossenschafters Joan Peiró i Belis

Odyssee des Rudolf Rocker-Manuskriptes ‚Nationalismus und Kultur‘ 1949

Jan Appel – Erinnerungen

Mehr von diesem Beitrag lesen

Advertisements

barrikade – Prinzipien und Begriffe

Die barrikade-Prinzipien:

► grundsätzliche Ablehnung des nach-faschistischen Arbeitsrechts und der damit einhergehenden Regelementierung und Unterdrückung revolutionärer Betriebsarbeit, Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung durch ein sozialpartnerschaftliches Betriebsverfassungsgesetz, Tarif-, Arbeits- und nachgeordnetes repressives Sozialrecht,
► grundsätzliche Ablehnung von Betriebsrats-Arbeit und Abschluß von friedenspflichtigen Tarifverträgen, dagegen setzen wir gewerkschaftliche Betriebsgruppen, revolutionäre Vertrauens oder Obleute, Arbeiterräte und Betriebsvereinbarungen ohne Friedenspflicht,
► Ziel ist der libertäre Kommunismus in Form der industriellen und kommunalen Selbstverwaltung durch ein föderalistisches, antistaatliches und antinationales Rätesystem,
► der kapitalistischen Globalisierung von oben setzen wir die globale Klassensolidarität von unten entgegen – die Arbeiterklasse hat kein Vaterland, der Kampf des Proletariats ist nicht nur international, er ist antinational.

Begriffsklärung:
► Bar|ri|kade – ein Schutzwall im Straßenkampf, Straßensperre
► Syn|di|ka|lis|mus – romanische Bezeichnung für revolutionäre Gewerkschaftsbewegung, ausgehend von der Charta von Amiens 1905 und der CGT in Frankreich; Ziel ist eine sozialistische Neugestaltung der Gesellschaft auf gewerkschaftlicher Grundlage durch föderierte autonome Gewerkschaften und deren lokale Zusammenschlüsse über Arbeitsbörsen
♦ Aktuelle Vertreter sind die schwedische SAC, diverse italienischen Basisgewerkschaften wie Unicobas, die spanische CGT, die französische SUD und verschiedene andere, sie bilden auch die so genannte FESAL (Europäische Förderation Alternativer Gewerkschaften) und können nicht (nicht mehr) als revolutionär bezeichnet werden.
► Unio|nis|mus – revolutionärer Syndikalismus; amerikanische Variante ohne eindeutige politische Ausrichtung – Ziel ist die eine einheitlich-zentralistische Organisierung aller Arbeiterinnen und Arbeiter in Industriegewerkschaften, in Deutschland seinerzeit die Allgemeine Arbeiter-Union
♦ Derzeit vertreten durch die I.W.W., der Industrial Workers of the World aus Nordamerika mit Mini-Sektionen in anderen Ländern.
► Anar|cho|syn|di|ka|lis|mus – sozialrevolutionäre Bewegung auf gewerkschaftlicher Grundlage, entstanden aus der Kombination von anarchistischen Zielen und revolutionärem Syndikalismus; Ziel ist der libertäre Kommunismus in unterschiedlichen Formen
♦ International vertreten durch die spanische CNT, die deutsche FAU, die italienische USI und andere Sektionen der Internationalen Arbeiter-Assoziation, der IAA.
► Die höchste Stufe des revolutionären Syndikalismus ist für die barrikade deshalb der Anarchosyndikalismus, da seine Ziele die am weitestgehenden sind. Da wir mit dem revolutionären Syndikalismus und Unionismus auch die Ideologien und Organisationswelt des Links- und Rätekommunismus berühren, behandeln wir diesen Themenbereich allerdings nur in inhaltlich-ideologischer Abgrenzung und zur Aufarbeitung dieser gescheiterten Konzepte der revolutionären Arbeiterbwegung. ♦