Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und revolutionären Syndikalismus

• Lebenslauf

Lebenslauf

Kniestedt Unterschrift 1

Friedrich Max Karl August Kniestedt

Geboren: 27. Februar 1874 in Köthen/Anhalt

Oktober 1888 – Bürstenmacher-Lehrling; Juni 1889 – Verurteilung zu 8 Tagen Gefängnis  wegen Lesekreis in Köthen aufgrund des Sozialistengesetzes. [S. 13/14]

Magdeburg

April 1892– Eintritt in den Verband der Bürstenmacher. [S. 15]

Goslar im Harz

November 1892 – Beitritt zum örtlichen Bildungsverein und damit zur SPD. [S. 16]

Bernburg/Anhalt

Mai 1863 [S. 17]

Berlin

10. Juli 1863 [S. 17] – findet jedoch keine Arbeit dort.

Neuruppin

August 1863 [S. 17/18] – Erste antimilitaristische Propganda, Bildung eines Diskutierclubs mit Bibliothek und Lesesaal, Organisierung eines Gewerkschaftskartells (sechs Lohnstreiks), sowie ein Gesangs- und Turnverein wurden gegründet. [S. 19]

Potsdam

Oktober 1894 – „Nach kurzer Gastrolle in Oranienburg“ Arbeitsaufnahme in der Bürstenfabrik von Richter. [S. 20] März 1895 Gründung eines Arbeiter-Turnvereins. Ebenfalls antimilitaristische Propaganda und Solidaritätsarbeit für den Bierstreik in Berlin. [S.  23]

Aken an der Elbe

Verheiratet sich hier im April/Mai 1896 mit Elisa Hedwig Augusta Wolf, kauft ein kleines Kolonialwarengeschäft und richtet dort eine Bürstenmacherei ein.

Im Juli Anklage wegen einer Rede im Oktober 1894 in Neuruppin – Verurteilung zu 40 Wochen Gefängnis – Entlassung am 3. Juni 1897. [S.30]

Briesnitz/Dresden

Im Oktober 1897 verstirbt das erste Kind nach einem Monat. während sie in Briesnitz bei Dresden leben. [S. 34]

Dessau

Arbeit in einer Bürstenfabrik, dann in einer Möbelfabrik als Sägereiarbeiter. [S. 35]

Lippstadt

Übersiedlung im Frühjahr 1900 – Organisierung eines Gewerkschaftskartells, 1. Mai-Demonstration, selbständige Tätigkeit als Bürstenmacher, daneben Gründung einer freireligiösen Gemeinde und einer Schule für Kinder und später auch Erwachsene. [S. 37]

Hannover

Am 20. September 1901 siedelt die Familie nach Hannover über, arbeitet bei Knappworst & Sohn in Vorwort Wülfel. Aufstieg zum Mitglied der Gewerkschaftskommission, Vorstand der Partei, Abgeordneter in Wülfel, Vorstand im Konsumverein, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bau- und Sparkassenbewegung, Vorstand der AOK und in der Leitung der sozialen Vereinigung der Krankenkassen für die Provinz Hannover-Braunschweig, Oldenburg und Hamburg. [S. 42]

Gründung einer eigenständigen Lokalorganisation der Bürsten- und Pinselmacher in Hannover und am 2. August 1902 eines der FVdG angeschlossenen Freien Vereinigung der Bürsten- und Pinselmacher Deutschlands, Loslösung vom sozialdemokratischen Holzarbeiterverband. Vorsitzender wurde Kniestedt und nahm in dieser Funktion auch als Delegierter am 6. FVdG-Kongress in Berlin vom 13.-16. September 1903 teil. [S. 44]

Berlin 1910-1913

Kniestedt ist Obmann der ‚Union der anarchisten Vereine Berlins und Umgebung‚ die einen Zusammenschluß mit der Anarchistischen Vereinigung (Leiter ist ebenfalls Kniestedt) ablehnt.

Mörder - Der Pionier 19.2.1913

Brasilien 1913-1947

Aktiv in Porto Alegre seit 1919, Herausgeber der Zeitung „Der Freie Arbeiter“ von 1920-1930; Mitbegründer des Liga für Menschrechte, Ortsgruppe P.A. 1933 und Herausgeber ihrer Zeitung „Aktion“, „Zirkular“, „Alarm“ und „Das deutsche Buch“ mit 90 Ausgaben bis 1937.

Am 29. Dezember 1942 verstirbt seine Frau Elisa Hedwig.

Gestorben: 12. Oktober 1947 in Porto Alegre

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: