Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und revolutionären Syndikalismus

Adolf Jäger

Leseprobe: Adolf Jäger und John Jahr

Auch wenn dies ein Fußball-Buch speziell über den Altonaer Fußball-Club von 1893 e.V. ist, der aktuell in der 5. Liga – Oberliga Hamburg – als Amateurverein kickt, enthält es einige interessante Verbindungen. Hier die beruflichen Aktivitäten des Ausnahme-Fußballers, unseres «Altmeisters», Adolf Jäger und die des umtriebigen John Jahr, dessen Verlag Gruner + Jahr (stern) ja allseits bekannt ist.

Adolf Jäger – Berufliches & Geschäftliches

Bereits im Januar 1919 eröffnete er einen Tabakwarenladen in der Hamburger Straße 100 [heute Altonaer Straße] in Altona; direkt an der Grenze zu Hamburg-Eimsbüttel, an der Kreuzung zum Schulterblatt, damals eine der lebhaftesten Einkaufsstraßen im Geschäfts- wie Verkehrszentrum an der Nahtstelle zwischen Altona und Hamburg. Hier brummte es.

AJ - Zigarrenhaus VZ März 1921.jpgDie Sportzeitung  (TSS) schreibt dazu: „Die Geschicke der Großen haben immer reges Interesse gehabt. Ihrem Privatleben nachzugehen und zu sehen, welchen Beschäftigungen sie sich hingaben, setzte schon zu allen Zeiten viele Federn in Bewegung. Wenn unsere Großen von dem Schauplatze ihrer Tätigkeit auf dem Rasen zurücktreten, verschwinden sie meistens in der Masse. […] Adolf Jäger hat ein Zigarrengeschäft in Altona gegründet. Wer will in Zukunft in Hamburg-Altona noch über Sport reden, der nicht bei Adolf seine Zigarren gekauft hat! Nur gut, dass die Zigarretten so teuer sind, die liebe Jugend würde sonst wohl oftmals 5 à 1 holen, nur um „ihn“ zu sehen! – „[1]

Zwei Jahre später eröffnet er zusammen mit seinem Vereinskameraden G.H. Koch ein Herrenausstattergeschäft in bester Hamburger Innenstadtlage – direkt gegenüber dem Rathaus in der Hermannstraße 39 im Jahre 1921.[2] Die Eröffnung fand am 29. Januar 1921 statt.[3] Und keine drei Wochen später erfolgte auch gleich ein schwerer Einbruch: „Eben haben Jäger & Koch ihr neues Unternehmen eingeweiht und schon sind sie von „Herren“ aus der Langfinger-Knackerzunft heimgesucht worden. Ergebnis des Besuchs: Eingeschlagene Fensterscheibe und gestohlene Waren im Werte von Mk. 10 000. –.[4]

Adolf Jäger heiratete kurz vorher am 12. Juli 1921 seine Frau Agnes (1896-1976, geborene Rickmann).

Woher hatte Adolf Jäger das Geld, wer war sein Gönner? Nicht nur diese Frage stellt sich. Es tauchen weitere Zusammenhänge auf, die zumindest so interessant sind, dass ich sie hier einmal dokumentieren möchte. Darüber finden wir auch nichts in dem ausführlichen Bericht Adolf Jaeger – Altona 93 ein Stück deutschen Fußballsports in den Altonaer Neueste Nachrichten (Springer) vom Sonnabend, dem 13. September 1924. Auch dort heißt es nur, dass er „außer seinem Beruf nichts kannte, als seinen Sport.“[5] Was er beruflich machte, wird mit keinem Wort erwähnt.

Anzeigen für Sport- und Herrenmode erscheinen zwischen September 1923 und 15. Juli 1925 (von hier datiert die letzte) in der Vereinszeitung des AFC.[6] Grund hierfür kann auch sein, dass Jägers Geschäftspartner Koch ab Juli 1925 nicht mehr für Altona 93, sondern für den HSV spielte …[7] Ein anderer Grund könnte schlicht und ergreifend ein Konkurs gewesen denn. John Jahr schreibt in seiner Sport-Chronik: „Der selbständige Geschäftsmann muß 10 Stunden arbeiten, um nicht unter den Pleiten seiner Umgebung begraben zu werden.“[8]

Interessant ist auch, dass ich keine Inserate – weder für das Zigarrenhaus noch für das Herrenbekleidungsgeschäft – in der Tageszeitung Altonaer Nachrichten finden konnte, die ja ausgiebig über die Fußballspiele des AFC berichtete. In der Sportzeitung Turnen, Spiel und Sport (TSS) erschienen Anzeigen für das Cigarrenhaus Adolf Jäger von Januar 1919 bis April 1920 und in den Vereinsnachrichten bis 1921. Jedoch nur zwei-drei für Jäger & Koch, dafür wird die Firma namentlich als Verkaufsstelle für Eintrittskarten zu Boxkämpfen und für Stuhlkarten von Fußballspielen in Veranstaltungsanzeigen genannt. Außerdem erscheinen mehrere großformatige der Sport-Geräte-Fabrik von Heinrich Meyer & Söhne aus Hagen in Westfalen, für die „Adolf Jäger“, Altona, Hamburgerstraße, Anfragen nach Fußbällen, Sport- und Boxsport-Artikeln entgegennahm.[9]

Ab 1927 gehört den beiden Fußballern das Bekleidungsgeschäft bereits nicht mehr. Sie haben es verkauft, denn ab 1927 firmiert im Hamburger Adressbuch ein Herr Hans Vespermann als Inhaber des Geschäfts – und sein privater Eintrag lautet ab 1927: Hans Vespermann, in Firma Jäger & Koch[10] … 1929 findet sich einmalig der Eintrag „Herrenmodegeschäft Jäger & Koch“ im Schulterblatt 5.[11] Im Jahr vorher war hier noch ein Herrenausstattergeschäft von Hans Vespermann eingetragen.

Viel spannender ist die Tatsache, dass Adolf Jäger nachweislich ab 1926 in der nahe gelegenen Mercurstraße 5 [heute nicht mehr existente kleine Parallelstraße zur Lagerstraße am S-Bahnhof Sternschanze] eine Anzeigenvermittlung namens Adolf Jäger & Co. besaß. Als Nachweis finden wir einige Inserate der Agentur Jäger & Co. in den Vereinsnachrichten von Altona 93 bis 1926. Und wer waren nun die Mitgesellschafter oder Teilhaber von Adolf Jäger & Co.? Nun, es handelte sich dabei um einen Herrn Julius Selig und – John Jahr. Julius Selig & Co. gab es ebenfalls mit gleicher Adresse von 1922-1925. Im Jahr 1926 werden zwei Firmen verzeichnet, wobei Julius Selig dann auch als Mitgesellschafter bei Jäger vermerkt ist. Ab 1927 ist Adolf Jäger wieder Alleininhaber seiner Agentur und sitzt in der Michaelisstraße 19.[12] In einem redaktionellen Hinweis in den Altona 93Vereinsnachrichten wirbt er allerdings so:

„Das allverehrte Mitglied Herr Adolf Jäger, Teilhaber der Annoncen-Agentur Adolf Jäger & Co., Hamburg 3, Michaelistr. 19, vertreibt über diese Firma die Zeitschrift „Ärztlicher Wegweiser“, volkstümlich medizinische Halbmonatsschrift … Körperpflege ist und bleibt die Parole.“[13]

Auf einer der folgenden Seiten findet sich dann eine ganzseitige Anzeige für den Ärztlichen Wegweiser und der Vereinszeitung ist eine Bestellkarte mit „A.F.C.-Gruß Adolf Jäger“ beigefügt. Altona 93 ließ seine Vereinszeitung übrigens immer über einem fremden Verlag herstellen, der dann auch für die Anzeigenbeschaffung zuständig war. Es war niemals Adolf Jäger oder seine Werbe-Agentur.

Im Hamburger Adressbuch von 1928 befindet sich die Werbeagentur in der Brauerstraße 30 in Hamburg 8, 1929 in der Burchardstr. 11 in Hamburg 1 und dann 1930-32 in der Schützenpforte 11, Hamburg 1. Seit 1928 lautet der Eintrag wiederum: Adolf Jäger & Co., Annoncen-Expedition, Schützenpforte 11, Hamburg 1 – Inhaber: Adolf Jäger, Altona und John Jahr, Telefon 32 15 87.[14] 1933 ist der Eintrag wieder weg.

Hier paßt ein kleiner Hinweis aus der Vereins-Zeitung vom Juli 1928. Dort erwähnt Robert Kinkhorst, dass Adolf Jäger weiterhin an der Spitze der Ligamannschaft stünde: „Zum Spiel gegen U.S.A. kam er auf einen Tag ganz aus Amsterdam.“[15] Er war also während der Olympischen Spiele 1928 in Amsterdam (17. Mai-12. August) – zusammen mit John Jahr oder alleine – hat er sich hier also um die Bilder-Lizenzen für seine Agentur gekümmert.

John Jahr war also – nach diesen Angaben – erneut an der Agentur von Adolf Jäger beteiligt – oder hatte sie gekauft. Dies exakt herauszufinden, ist kaum mehr möglich, da keine Firmenunterlagen über Adolf Jäger beim Handelregister mehr ausfindig gemacht werden können. Auch wenn Einträge im Adressbuch chronisch unzuverlässig gewesen sein dürften, sind es die einzigen Anhaltspunkte, die wir auswerten können. Auch im Zeitschriften- und Zeitungs-Adressbuch Sperlings für 1929 ist die AE (Annoncen-Expedition) von Adolf Jäger nicht verzeichnet, weder in Altona noch in Hamburg.[16]

Adolf - HSZ 1921Es ist m.E. unzweideutig, dass Adolf Jäger seinen Namen zumindest teilweise „verkaufte“, damit andere damit Geld verdienen konnten. Er vermarktete also seinen guten Namen gegen eine entsprechende Honorierung. Denn es dürfte außer Frage stehen, dass er in drei Geschäften gleichzeitig berufstätig war – also Zigarren und Oberhemden und Anzeigen verkaufte und nebenbei noch alle zwei, drei Tage kräftezehrende Fußballspiele ablieferte.

Ab 1929 wohnte der Kaufmann Adolf Jäger in Altona, in der Straße Lunapark 2, IV. Stock, Tel. 5982, später dann 43 5982 (ab 1933) – diese Telefonnummer nahm er augenscheinlich aus der Hamburger Straße 100 mit.

Ab jetzt verläuft sich auch die weitere berufliche Tätigkeit von Adolf Jäger. 1943 wird er als „Vertreter“ im Hamburger Adressbuch geführt. Seine Witwe Agnes findet sich seit 1947 nicht mehr im Adressbuch, sie stirbt 1976 und ist neben ihrem Mann und Sohn begraben.

„Der“ Anzeigenverkäufer und Verleger

John Jahr war der Sohn eines beamteten Hamburger Feuerwehrmannes, der nach der Realschule eine Lehre als 16-Jähriger begann, die er als Exportkaufmann bei einem Herrenausstattergeschäft absolvierte (1916-18), um 1918 noch kurzfristig als Soldat eingezogen zu werden.

Ab 1919 kickte John Jahr beim SC Sperber (der Alsterdorfer Verein ist bis 1920 mehrfach erstklassig und damit Gegner des AFC) und volontierte 1920 als Sportjournalist beim Bauer-Verlag und dessen Sport Extra-Blatt[17], um dann von 1920-1924 für die reaktionär-konservativen Hamburger Nachrichten[18], deren Montagsausgabe und ihr Mittagsblatt, die HN am Mittag, Sport-Berichte zu schreiben. 1925 lernte er durch seine Arbeit den späteren Boxweltmeister Max Schmeling kennen.

Im Jahre 1924 – als gerade einmal 24-Jähriger – macht er sich als Verleger selbständig und bringt mit dem bekannten Sportjournalisten Walter Richter die Sportzeitung Sport-Chronik[19] in die Presselandschaft, mit zweimaligem Erscheinen am Montag und am Sonnabend. Die Auflage betrug 10.000 Exemplare und die Zeitschrift war „reich bebildert und mit heiteren Zeichnungen garniert, ein Novum auf dem Markt“.

Mitarbeiter der Sport-Chronik waren ebenfalls Max Behrens und Ernst Hornickel[20], Die „heiteren Zeichnungen“ lieferte u.a. der Karikaturist Wolfgang Hicks. Anfangs karikierte dieser Nazis für das sozialdemokratische Hamburger Echo, nach 1933 „strichelte [er] jetzt nazi-konform, zeigte Juden als dicke Geschäftemacher und Russen als Kindermörder und hatte keine Probleme mehr mit der Obrigkeit.[21] In Westdeutschland war er erneut gewendet und „hicks“te für das Wochenblatt Die Zeit und Jahrs stern; anschließend war er als Hauskarikaturist von 1957 bis zu seinem Tod 1983 für Springers Die Welt federführend tätig.

John Jahr, „in Hamburg geboren und aufgewachsen, sah zunächst in der Herrenartikel-Branche eine Chance und erledigte in einem solchen Geschäft seine Lehre. Hier kam er mit einer der ersten Größen des erblühenden Fußballs in Kontakt, mit Adolf Jäger aus dem Verein Altona 93, ein Amateur, der, im Gegensatz zu manchem heutigen Millionen-Kicker, nie einen Elfmeter verschoß.[22]Dieser Ball-Artist weckte im Jüngling Jahr das Interesse am Sport und an Berichten über denselben. Und wieder war es ein Meister seines Faches, der dem inzwischen Zweiundzwanzigjährigem begegnete, nämlich Hamburgs Sportjournalist Walter Richter. […] und so wurde aus dem Einzelhandelskaufmann Jahr der Verleger der Sport-Chronik. Die Sport-Chronik musste nach Jahren des Erfolgs ihren anerkannt guten Geist aufgeben, aber nicht so der Verleger.“[23] So erinnerte sich der Karikaturist Wolfgang Hicks in Springers Welt und lässt ebenfalls die Frage offen, mit wessen Geld Jahr seinen Sport-Chronik-Verlag gründete. Jahr war der Verleger, Walter Richter der Herausgeber und Chefredakteur. Sitz des Unternehmens: Chilehaus C in Hamburg 1. Möglicherweise hat der Drucker Hermann Kampen dem jungen Jahr die Herausgabe finanziert.[24]

Anfangs wurde dieses Blatt noch in der Druckerei des Altonaer Tageblattes („das Blatt des nationalen Bürgertums“) gedruckt – bei der Adolff G.m.b.H. in der Arnoldstraße 6[25], bevor es nach Hamburg übersiedelte. In der AFC-Vereinszeitung, Ausgabe Oktober 1926, wird ganzseitig für die „im neuen Gewande“ ab 1. Oktober erscheinenden Sport-Chronik am Sonnabend geworben.[26]

Zu diesem Zeitpunkt hatte John Jahr aber seine Zeitschrift bereits wieder verkauft. Mit dem Erlös beteiligte er sich an dem Autoadressen- und Sportverlag Dr. v. Arnim & Co., in dem seit 1922 die Zeitschrift Hamburger Polizei-Sport, Redakteur Polizeihauptmann Nöldecke, mit einer Auflage von 4.200 Exemplaren, erschien.[27] Der Hamburger Polizeioberst a.D. von Arnim fungierte auch als Zweigstelle des Lübecker Deutschen Polizei-Verlages in Hamburg, hier erschien auch die von ihm 1921 gegründete und als Schriftleiter redigierte Zeitschrift Deutsches Polizei-Archiv und ab 1925 auch ein Hanseatisches Polizei-Archiv.[28] Sportberichte lieferte der Chef der Ordnungspolizei – „OrPo“ – und spätere Hamburger Polizeisenator und Gründer des SVgg. Polizei von 1922, Militär- und Polizeioberst Lothar Danner (SPD). Dieser warnte kurz vor der «Machtergreifung» durch die Nazis 1933 noch öffentlich vor den Benachteiligungen, die für diejenigen Vereine zu erwarten seien, die keinen „Wehrsport“ im Angebot hätten. Ab 1927 publizierte der eigene Verlag dann das Hamburger Auto-Buch (mit allen registrierten Kfz-Besitzern samt Nummernschildern), und 1932-33 folgte ein Blättchen nationaler Hamburger Polizisten[29], das wohl die Nachfolge des Hanseatischen Polizei-Archiv war.

Dr. Herbert Rüdiger von Arnim wird allerdings erst ab 1930 im Adressbuch Hamburgs als Polizeiverlag, Hohe Bleichen 39, geführt. 1931 firmierte der Verlag bereits als Dr. v. Arnim G.m.b.H. und benennt als Geschäftsführer J. P. H. Jahr und Dr. H. R. von Arnim. Sitz – Schützenforte 11. Welch’ Zufall, dass ausgerechnet hier im selben 2. Stock auch die Anzeigenagentur Adolf Jäger & Co. residierte, direkt über der Buchdruckerei vom Heinrich Bauer, im Heinrich Bauer-Haus … 1932 brauchte Bauer wohl auch diese zweite Etage seines Hauses, und so wanderte die Dr. v. Arnim G.m.b.H. ab 1933 in die Hermannstr. 16 (HH 1). Erst ab 1935 wird Dr. v. Arnim wieder als einziger Geschäftsführer seines Verlages genannt. Zu diesem Zeitpunkt lebte er bereits in Berlin und war 1933 der NSDAP beigetreten.

Das Ereignis des Jahres: „Bitte nicht schießen!“

Eine amüsante Geschichte am Rande. Am 20. April 1921 veranstalteten die Sportpresse-Vertreter ein Wohltätigkeitsspiel zugunsten der Heimkehrspende für aus Sibirien zurückgekehrte Kriegsgefangene gegen die NFV-Funktionäre (Verwaltungsausschuss) des Bezirks III (Großhamburg) auf der «Hoheluft»: „Die Leute von der Feder und dem grünen Tisch“. Das Motto lautete: „Bitte nicht schießen!“ Die Liste der Presse-„Spieler“ ist interessant: Coruda (TSS), Pleß (TSS), Schwabe (Mittagsblatt), Hase (HSZ), May (Der Kicker), Gundlach (Hamburger Bote am Montag), Duysen (HSZ), Meurer (Hamburger Fremdenblatt), Barth (Gelegenheitsarbeiter), Ehlers (Altonaer Tageblatt) und Jahr (Hamburger Nachrichten am Mittag). Schiedsrichter war u.a. Charly Pohl, der Torwart vom SC Victoria, da Adolf Jäger „leider durch seine Verletzung verhindert war“.[30] Die Zuordnung der schreibenden Presse-Zunft erfolgte anhand der Turnen, Spiel und Sport, die in einem satirischen Bericht in ihrer Ausgabe vom 30. März bereits im Voraus das Spiel kommentierte (April, April!) – dabei präsentiert sie eine andere Auswahl, die noch die Herren Treder (Sport Extrablatt), Sandvoß (Hamburger Bote), Dr. Fricke (Neue Hamburger Zeitung), Richter (Hamburgischer Correspondent) mit einbezieht. Hieraus auch folgender kleiner Ausschnitt: „Man hat sich im Presseverein nicht über die Besetzung des Mittelläuferpostens einigen können. Dr. Fricke und L.C. May erhoben beide Anspruch. Da keiner nachgeben wollte, hatte man beschlossen Adolf Jäger zum Richter zu bestimmen. Als die Kontrahenten vor Adolf erschienen, guckte er sie blinzelnd ein wenig von der Seite an, dann zog er die Stirn in nachdenkliche Falten und verharrte einige Minuten geräuschlos in dieser Stellung. Plötzlich öffnete er den Mund und sprach: „Dr. Fricke hat durch die Beurteilung meines Spieles bewiesen, dass er der beste Fußballkenner Hamburgs ist, er muß spielen!“ Dr. Max griente, während L. C. M. wie ein Taschenmesser zusammenknickte. Erst den vereinten Anstrengungen einiger armkräftiger Mitglieder des Eimsbütteler Turnverbandes gelang es, das fliehende kostbare Leben im irdischen Jammertal zurückzuhalten.“[31]

Diese Episode ist insofern äußerst belustigend, weil Dr. Fricke im Jahre 1921 im Hamburger Spielausschuss sitzt und für die Aufstellung der Städtemannschaft Hamburg zuständig ist. Die TSS mokiert sich nun in einem Artikel vom 22.2.1921 über den Fußballverstand des Dr. Fricke, der vor Jahresfrist vor Zeugen geäußert hatte: ‚Wissen Sie, Jäger hat keine Ahnung vom Fußballspielen, die Menge sieht in Jäger den Gott, ist wie hypnotisiert, ich sage Ihnen, in Hamburg gibt es nur einen, der wirklich Fußball spielen kann, das ist Lorenz.’ – Da Jäger im anstehenden Städtekampf gegen Berlin nicht aufgestellt wurde (und die Altonaer Gilge, Koch und Lindemann wohl aus Solidarität „abgesagt“ haben), kommentiert die TSS: „Wir können und wollen einen Adolf Jäger in unserer Städtemannschaft nicht entbehren, wir können aber gut und gerne diejenigen entbehren, die sich mit ihren Ansichten in krassem Gegensatz zur Wirklichkeit befinden. Wir betrachten Jägers Ausschaltung als ein bitteres Unrecht gegenüber Jäger und gegenüber der gesamten Fußballgemeinde.“[32]

Die Sportpresse bekämpfte sich also auch hier nachhaltig, denn die TSS notierte sichtlich amüsiert als Schiedsrichter Herrn Georg P. Blaschke, denn ihm ist die „Leitung aller Sachen Wesenseinheit. Den ausschlaggebenden Moment gab die Tatsache, dass er von Kiel aus eine Sportzeitung leitet, die in Hannover erscheint. Eine gleichwertige Leistung ist bisher nirgends geboten worden …“. Bei Herrn Blaschke (Holstein Kiel) handelt es sich um den DFB-Geschäftsführer und späteren Vorsitzenden des Norddeutschen Fußball-Verbandes (ab 1928).[33]

Sehr charakteristisch sind auch die beiden kurzen „Worte der Anerkennung“ der TSS für diese Pressevertreter: „Duysens Spiel ist zu weich. Technisch hervorragend, kann er sich mit seinen sanften Mitteln nicht immer durchsetzen. – Cordua war alte Meister-Klasse. Wenn er seinen Gegnern die Sohlen zeigte, gab es gefährliche Augenblicke. – Jahr ist ein gerissener Spieler. Voll von Finessen, weiß er in den verwickeltsten Lagen den richtigen Weg zu finden. Gewandt wie eine Katze, fällt er stets wieder auf die Beine.“[34] Walter A. Cordua (Spielausschuss) und Peter Meis (Geschäftsführer[35]), beide also Funktionäre des NFV, die auch die Herausgeber der Turnen, Spiel und Sport sind, kennen also ihre Pappenheimer – und den John Jahr haben sie vollends richtig getroffen.

Die Hamburger Sportpresse

Die AFC-Vereinszeitung bezeichnete die Hamburger Nachrichten neben der TSS als „[D]ie einzigsten Zeitungen, die wirklich reell über unsere Spiele berichten“. – „Wie es scheint, haben wir bei den Hamburger Sportberichterstattern keine besonders gute Nummer. Man zieht uns durch den Schlamm und verhöhnt unsere Spieler.“ Ursache für diese Presseschelte war eine Berichterstattung in der NFV, „alleiniges amtliches Organ des Norddeutschen Fußballverbandes“, durch den Artikelschreiber „Juwol“ (Julius Wolschendorff) zum Spiel von St. Pauli-Sport gegen den AFC im Oktober 1923. Die Kritik betraf das Altonaer Publikum und gipfelte in einer Schmähkanonade gegen die Spieler Koch und Jäger. Als Gegenargument führt Hermann Huke, Presseobmann von Altona 93, u.a. an, dass ein St. Pauli-Platzordner bei deutlichen Unsportlichkeiten seiner Spieler losbrüllte: „Feste, feste, die feigen Kadetten aus Bahrenfeld müssen verlieren!“[36]

Im Jahre 1924 mokierte sich die Hamburger Sportzeitung NFV über die „an Arterienverkalkung“ leidende Altonaer Mannschaft: „Fußballamateure müssen jung sein. Jäger ist eine Ausnahme.“ Hier kontert die Vereins-Zeitung: „Ihr leistet Tagesarbeit, heute rot morgen tot, wir bauen an unserem dreißigjährigen Gebäude weiter und weiter.“[37]

Und Juwol wird in den Altonaer Nachrichten spöttisch am 1. April 1925 als „Deutschlands berühmtester Sportschriftsteller“ bezeichnet.[38] Beide Kommentare stammen sicher aus Pejotts umfangreichern Sammlung.

Als weiterhin „gute Sportzeitung“ wurde übrigens die in Hannover erscheinende NSZ – Norddeutsche Sportzeitung den Mitgliedern zum Abonnement ans Herz gelegt, die von den AFC-Mitgliedern Robert Kinkhorst (1. Vorsitzender) und Küster herausgegeben wurde.[39] [Hier liegt sicherlich eine Verwechselung vor, denn diese Zeitung hieß nur bis 1917 NSZ, danach Deutsche Sport-Zeitung (DSZ) und erschien bis 1926].[40] Merkwürdig ist, dass die Altonaer Nachrichten nicht erwähnt werden, sondern nur das Altonaer Tageblatt, als einzige in Altona erscheinende Zeitung. Das ist richtig, denn Springer hatte seine Nachrichten im Oktober 1921 aus finanziellen Gründen mit der DNVP-Partei-Tageszeitung Hamburger Tageblatt fusioniert.[41] Erst ab August 1924 gab es dann wieder eine zweite Zeitung in Altona.

So wird zumindest verständlich, warum Robert Kinkhorst von 1920-21 auch sehr viele Spielberichte und fast die komplette Vereins-Zeitung dieser Periode schreibt, bevor er den Schriftsteller Hermann Otto Küster zur Übernahme der Schriftleitung regelrecht nötigt: „[D]röhnend schon sich ein Etwas in mein Zimmer hinein. Dieses Etwas war ein Mensch, ein ungeheuer großer und umfangreicher Mensch.“ Kinkhorst wollte natürlich nichts und akzeptierte keine Widerrede: „Also, ich verpflichte Sie als Schriftleiter unserer V.f.L.-Zeitung. Erscheinen monatlich …“ Damit war die Unterredung beendet und auch der Hinweis auf einen Mindesttarif half nichts.: „Da gibt es nichts zu beschließen. Sie schreiben unsere Zeitung! Verstanden? Und ganz umsonst!! Verstanden?“[42] Hier zeigen sich Kinkhorst „Führer“-Qualitäten bereits.

Die Behauptung, dass Jahrs Blättchen ein „Novum“ sei, weil es gestrichelte Zeichnungen enthielt – ist natürlich falsch. Denn bereits 1921 enthielt die HSZ Grafiken von Buby und H. Kurtz … Einige davon, Adolf Jäger und den AFC sowie ‚Tull’ Harder betreffend, sind hier abgedruckt.

Die Berliner Sportzeitung Der Sporn berichtete bereits Juni 1880 über die ersten Fußballspiele in Hamburg.[43] Ab 1911 erschien in Lübeck die eben erwähnte Norddeutsche Sportzeitung, herausgegeben vom Buchdruckereibesitzer Julius Heise, später auch Vorsitzender des NFV-Besirks Lübeck. Peter Meis übernahm die Schriftleitung.[44] Ab August 1912 gründeten dann Cordua & Meis in Hamburg die Zeitschrift Spiel und Sport, sie erschien dann von 1918 in Hamburg als Turnen, Spiel und Sport (TSS), herausgeben von Cordua und Meis.[45]

HF am Montag - 2Die erste reine Hamburger Sportzeitung war die seit dem 18. November 1919 erscheinende H.N. am Mittag der national-konservativen Hamburger Nachrichten, da die Sportberichterstattung immer umfangreicher wurde, und das Hauptblatt zu sprengen begann. Bis zum Jahre 1923 erreichte die immer weiter ausgebaute Zeitung der Charakter eines Boulevardblatts – es konnte nur im Straßenverkauf erworben werden, nicht wie gewohnt im Abonnement – mit einer stattlichen Auflage von 25-30.000 Exemplaren.[46] Ab 1926/27 sank dann die Auflage auf täglich 10.000 Exemplare.[47]

Neben der H.N. am Mittag gaben die Hamburger Nachrichten ein weiteres Sportblatt, die H.N. am Montag seit 1921 heraus und blieb eine reine Sportzeitung, die ab 1928 mit 16 Seiten Umfang und einer Auflage von 40-60.000 Exemplaren erschien.[48]

Auch Hamburgs auflagenstärkste Tageszeitung, das Hamburger Fremdenblatt, druckte eine Montagsausgabe als Sportzeitung. Die Auflage der H.F. am Montag lag bei 50.000 Expemplaren. Axel Springer kaufte 1954 den Titel Broschek ab und machte ihn zum Untertitel seines Abendblattes.

Erster Redakteur und Ressortleiter Sport war hier Georg H. Meurer von 1921 bis 1944. Qualifiziert hatte er sich dadurch, dass er als angehender Bankkaufmann ein Allround-Sportsmann war. Er war Leichtathlet und Fußballer und vor vielen Jahren Vorsitzender des SC Victoria. Im Kajak gewann er die deutsche Meisterschaft und als Schütze kam er in die Auswahlmannschaft für die Olympischen Spiele 1936, über die er dann ja auch berichtete.

Von 1922-23 erscheint dann noch das Sport-Extrablatt: Die Fachzeitschrift für alle Sportzweige ebenfalls im großen Berliner Zeitungsformat.

Diese drei Zeitungen sind in Hamburger Archiven nicht mehr auffindbar.

Die Auflagen der reinen Sportzeitungen, der Sport-Chronik (1922-1929) lagen bei ca. 10.000 verkauften Exemplaren (sie erschien mit einer Montags- und einer Sonnabend-Ausgabe), die der Hanseatische Sport-Zeitung (1921-1922 sowie 1930-1934) bei 5.000 Expl. und die der seit 1912 erscheinende Turnen, Spiel und Sport lag 1929 bei 13.500 Exemplaren.[49]

Die sozialdemokratische SPD-Zeitung Hamburger Echo veröffentlichte kaum Sportberichte, es wurden nur Spielergebnisse abgedruckt. So viel also zur berüchtigten vierten Säule der organisierten Sozialdemokratie (Partei – Gewerkschaft – Genossenschaften – Arbeitersport).

Die kommunistische Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit (KG) hatte ab 1930/31 eine eigene Zeitung, die von Georg Spielmann redigierte Roter Nord-Sport.

* * *

Jahr war „der“ Verleger und Verkäufer: „Anzeigen zu werben war eigentlich mein Geschäft“, erklärte er in einem NDR-Interview[50]. Nebenbei schrieb er für die eigene Sport-Chronik, aber als der Hamburger Sportverein Einfluss auf die Berichterstattung seiner Zeitung nehmen wollte, verkaufte er seinen Anteil am Verlag der Sport-Chronik 1926 an seinen Partner Walter Richter, der ab 1927 als Herausgeber und Schriftleiter im Impressum steht.[51]

Mit dem Erlös kaufte sich Jahr den Autoadressen- und Sportverlag Dr. von Arnim & Co. (Alter Wall 46, Hinterhaus – 1927 im Adressbuch). [52] Gleichzeitig führte er eine eigene Werbeagentur, damals „Anzeigenbüro“ genannt. Dies ist die bereits erwähnte Annoncenagentur Adolf Jäger & Co. Diese Werbeagentur wurde aber nicht während der Weltwirtschaftskrise 1929 zahlungsunfähig und aufgelöst, wie Jahr im NDR-Interview erzählt, vielmehr hat sich John Jahr erst ab 1929/30 an der Polizeiverlags-GmbH des Dr. v. Arnim beteiligt. Dies zumindest lässt sich anhand der Einträge im Hamburger Adressbuch von 1928 bis 1932 erkennen, hier wird er namentlich als Mitgesellschafter der Annoncen-Expedition Adolf Jäger & Co. verzeichnet.

Auf jeden Fall erklärte John Jahr im NDR: „Bis dahin hab’ ich aber Etats vermittelt: Reemtsma, Phönix, Kaffee Hag und was es so gab für eine Werbeagentur.“ Das passt nun wieder, da Adolf Jäger in einer Anzeige in der Sport-Chronik 1927 Werbung für den entkoffeinierten Kaffee des späteren Nazis Ludwig Roselius machte – für Kaffee HAG aus Bremen.[53] Bereits im Dezember 1926 erschien eine entsprechende Anzeige mit dem Nationaltorwart Heinrich Stuhlfauth vom 1. FC Nürnberg.[54]

Dass John Jahr mit der Anzeigenagentur Adolf Jäger & Co. die deutschen Bild-Rechte der Olympischen Spiele von Amsterdam 1928 ergattern konnte, ist zweifelsfrei erwiesen: Im Impressum von Olympia 1928 – Die Olympischen Spiele in Amsterdam 1928, herausgegeben vom Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen im Verlag für Industrie-Kultur, Leipzig, steht: „Das Reproduktionsrecht der Lichtbilder wurde von den Firmen Adolf Jäger & Co., Hamburg, und Max Schirner, Berlin, erworben.“

Herausgegeben wurde der Bildband von Georg H. Meurer und anderen Chefredakteuren von Sportzeitungen (u.a. Bensemann vom Kicker), zusammengestellt und redigiert jedoch von Walter Richter, Jahrs Kompagnon von der Sport-Chronik.

Es kann auch dieses Mal kein Zufall sein, dass über die Verbindung zur Reemtsma-Zigarettenfabrik in Altona-Bahrenfeld die Kontakte zusammenlaufen: Reemtsma gab seit den Olympischen Spielen 1924 Bild- und Sammelbände heraus, eine uneigennützige Unterstützung des deutschen Sports, damit dieser erstmals nach 1912 wieder in Amsterdam 1928 teilnehmen konnte, „um einen ehrenvollen Platz im Wettbewerb der Nationen sichern“ zu können.[55] Dies geschieht durch großzügige Spenden und den Versand von Olympia 1928 an „sämtliche deutschen Sportvereine“.[56]

Außerdem weilte Adolf Jäger während der Olympischen Spiele selbst in Amsterdam und nahm nur an einem Spiel des AFC teil, für das er extra aus Holland anreiste. Und sein Mannschaftskamerad, der Torwart von Altona 93, Wentorf, nahm in Amsterdam als Ersatzmann hinter dem als Nr. 1 gesetzten Nationaltorwart vom 1. FC Nürnberg, Stuhlfauth, teil.

Ab 1932 erscheint der Bildband Olympia 1932 dann herausgegeben vom Cigaretten-Bilderdienst Hamburg-Bahrenfeld (Reemtsma), die Bildrechte hat nun ein Hugenberg-Konzernteil (Scherls Bilderdienst, Berlin) und Mitarbeiter neben Dr. Willy Meisl (Chefredakteur, Berlin, Ullstein-Verlag und Vossische Zeitung[57]) sind W.A. Cordua, Chefredakteur, Hamburg, und Walter Richter, Sportredakteur, Hamburg.[58] Diese Bildbände erscheinen in Auflagen von bis zu einer halben Million gedruckten Exemplaren.

Ob Kommunisten oder Nazis – Hauptsache Geldverdienen

Jahr war ein Feind der Nazis; ebenso aber auch kein Freund der Kommunisten. Trotzdem übernahm er ab 1926 die Anzeigengeneralvertretung für den kommunistischen Münzenberg-Konzern. Denn die kommunistische Arbeiter Illustrierte-Zeitung (AIZ) mit ihrer Auflage von 700.000 Exemplaren wöchentlich und später den 400.000 Expl. der monatlich seit 1931 erscheinenden Frauenzeitschrift Weg der Frau (sie hatte einen Umfang von 32 Seiten, erschien monatlich und kostete mit Schnittmusterbogen 30 Pfennig) reizten ihn. Er machte dem Chef des Zigarettenkonzerns Reemtsma Inserate für seine Marke „Juno – lang und rund“ in beiden Zeitschriften schmackhaft, indem er dem Kapitalisten erklärte, dass man ja nie wisse, wohin die politische Reise der Zukunft gehen würde. So strich er 20% Provision für alle Anzeigenaufträge ein, die er dem Münzenberg-Konzern verschaffte – und wurde reich damit. Abfällig hatte er die bisherige Anzeigenbeschaffung des Konzerns hingestellt, denn die „Jungs mit der Ballonmütze“ kämen eben bei großen Markenartikelfirmen nur bis zum Pförtner.[59] Jahr fuhr deshalb elegant mit dem Automobil vor und überzeugte die Unternehmer mit seinen Verkaufsargumenten … So vermittelte er weitere Großinserate von Konzernen an die AIZ; zumindest bis 1928 verschaffte er ihr so nicht nur zu Anzeigenaufträgen von Schwarzkopf (Berlin), Kaffee HAG (Bremen), FYFFS-Bananen. Beachtenswert übrigens, dass im DDR-Reprint der kommunistischen AIZ komplett die kapitalistischen Werbeanzeigen herausgeschnitten sind, ebenso wie alle Impressen.

Vor der Verhaftung im Dritten Reich schützte Jahr dann ausgerechnet der Leiter der Hamburger Gestapo, Bruno Streckenbach. Beide kannten sich aus gemeinsamen Zeiten im Verein deutscher Sportpresse Hamburg e.V. und der berüchtigte spätere SS-Massenmörder und Himmler-Stellvertreter verfügte nur die Schließung seiner Geschäfte (alternativ heißt es: er musste als Anzeigen-Generalvertreter zweier kommunistischer Blätter des Münzenberg-Konzerns „die Geschäftsführung seines Arnim-Verlages abgeben“[60]) und die Abreise aus Hamburg. Streckenbach unterschlug angeblich bis zu 200 Beschwerdebriefe gegen John Jahr, der die Nazis und führende Parteigenossen als „Verbrecher“ und „Schweine“ bezeichnet hatte. In Berlin wurde er nie deswegen belangt; Streckenbach hielt wohl die Hand über ihn bzw. er tarnte seine Verlegertätigkeit durch Dr. von Arnim oder seinen Bruder Hans. „Zur Sicherheit“ trat Jahr 1933 in die NSDAP ein und hatte beste Beziehungen zur Reichspressekammer, beides gute Gründe, nicht belangt zu werden.

Nach der «Machtübernahme» der Nationalsozialisten wurde der Münzenberg-Konzern zerschlagen und John Jahr (angeblich) ebenfalls enteignet. Er siedelte 1933 nach Berlin über und warb erfolgreich mit Anzeigen für die Olympischen Spiele 1936. Hierfür hatte er den Druckereibesitzer Reinhold Krause bereits 1934 als Partner gewonnen, der ihm zu seinem eigenen Anteil von 30.000 RM weitere 300-400.000 RM zur Verfügung stellte.

Ein lohnendes Geschäft, wie auch die Anzeigenvermittlung für den offiziellen Olympia-Kalender 1936.[61] Und für den Cigaretten-Bilderdienst des Reemtsma-Konzerns finden wir dann seine alten Kumpel wieder, die den Sammelband Olympia 1936 inhaltlich füllen. Walter Richter besorgte die Zusammenstellung des monumentalen Bildbandes als Sportschriftleiter. Texte verfassten u.a. L.C. May (Fußball) und Georg H. Meurer (Schießen). Auch „Hicks“, ebenfalls Hamburg, steuerte kleine Strichzeichnungen bei.

Welch’ Geistes Kind Walter Richter – ehemals Sportredakteur des Hamburgischer Correspondent und dann zusammen mit Jahr Herausgeber der Sport-Chronik – damals war, zeigt diese Eloge seiner Einleitung des Bildbandes Olympia 36:

„DUNKLE Wolken ziehen über Europa dahin. In banger Erwartung leben Millionen. Spannungen ungeheurer Umwälzungen entladen ihre Kräfte. Aber wie eine Insel des Friedens schwimmt Deutschland in dem Meere der Nationen. Das deutsche Volk hat sich unter seinem Führer zu sich selbst zurückgefunden und schreitet fest und sicher durch den Strudel der Zeit. […] Überschattet wurden alle von der fast übermenschlichen Kraft, die das deutsche Schicksal vorwärts trieb: Staat, Regierung und Volk vereinigen sich in der Unterstützung des Willens Adolf Hitlers, der die Jugend der Welt in die deutsche Heimat rief.“[62]

Nach den Olympischen Spielen kaufte John Jahr 1937 mit seinem Verlag Dr. von Arnim & Co. die Frauenzeitschrift Die junge Dame, die unter seiner verdeckten Verlegerschaft bis Oktober 1944 herausgebracht wurde. Der Polizeioberst von Arnim war längst nur noch ein Aushängeschild für Jahrs Verlagsaktivitäten, das für seine Namensgebung entlohnt wurde. Passend natürlich auch, dass der ehemalige Polizist bereits im April 1933 in die NSDAP in Berlin eintrat.[63]

Im Jahre 1937 gründete Jahr den Verlag Die Heimbücherei John Jahr, die Reise- und Versand-Buchhandlung John Jahr und kaufte die Zeitschrift Die junge Dame – und brachte alles durch das Dritte Reich. „John Jahr war ein außergewöhnlicher Geschäftsmann. Kein Regime konnte ihn hindern, Vermögen zu verdienen. […] Er brachte Millionen von Broschüren heraus, Feldausgaben, Biographien von Kriegshelden und ‚Goldene Worte’ als Kalender für den ‚Kraft durch Freude’-Minister Robert Ley. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach, das Oberkommando der Wehrmacht und die ‚Organisation Todt’ (OT) gehörten zu seinen machtvollen und zufriedenen Kunden.“[64] So kommentierte der Axel Springer-Biograph und Die Welt-Chefredakteur Jacobi[65] „die kaufmännische Klugheit und Weitsicht John Jahrs“

Im Dritten Reich wurde Jahr richtig reich, er versteuerte jährlich 200.000 RM Einkommen, besaß eine Villa in Dahlem und ein eigenes Verlagsgebäude am Großadmiral-von- Koester-Ufer 59. Der „totale Krieg“ beendete diese Verlegertätigkeit, aber seine Papiervorräte in Berlin blieben erhalten.

In den letzten Kriegstagen flüchtete er mit seinem Freund Max Schmeling am 15. April 1945 mit dem Auto aus der umkämpften Reichshauptstadt Berlin – nach Sylt. Zusammen mit Axel Springer gründeten sie dann den Verlag Springer-Jahr-Schmeling, dem aber im Herbst die Lizenz verweigert wurde, weil Schmeling an ihm beteiligt war. Ergo schied er aus. Ab 1947 verlegte dann John Jahr in Hamburg seine neue Frauenzeitschrift Constanze, die später in der Brigitte aufging. Axel Springer war angeblich auch Geschäftsführer, er war nur Teilhaber, im Mai 1960 schied auch er ganz aus der Constanze-Verlags GmbH aus.[66]

Sylvia Lott bezeichnet John Jahr als Selfmademan, der „in vier politischen Systemen, in der Weimarer Republik, im Dritten Reich, in der Besatzungszeit und in der Bundesrepublik Deutschland, erfolgreich“ war. Ich sehe dies eher als eine abwertende Beurteilung eines Menschen, dem die politischen Umstände ziemlich egal sind, wenn er nur reichlich Geld verdienen kann. Wenn das eine typisch amerikanische „Erfolgstory ‚vom Tellerwäscher zum Millionär’“ ist, dann ist dies sicherlich auch bezeichnend. Wichtig ist mir die Aussage, „[S]eine Anfangsjahre als Sportjournalist verschafften ihm später einen Sympathiebonus bei vielen Redakteuren.“[67]

– Leseprobe-Ende –

Endnoten:
[1] TSS, Nr. 2 – 14.1.1919
[2] Anzeige in TSS, Nr. 5 – 1.2.1921 (S. 16), Jäger & Koch. Hamburger Adressbuch 1922
[3] HSZ, Nr. 4  25.1.1921 (S. 61), Anzeige: „Jotka - Spezial Herren-Mode Artikel. Eröffnung 29 JANUAR 21“
[4] HSZ, Nr. 8  22.2.1921 (S. 116)
[5] Altonaer Neueste Nachrichten, 13.9.1924
[6] Vereins-Zeitung, Nr. 14/15, 15.7.1925
[7] Norbert Carstens, 111 Liga-Jahre (S. 92)
[8] Sport-Chronik, Nr. Nr. 3 – 19.1.1926 (S. 8)
[9] Anzeigen in der Turnen, Spiel und Sport 
[10] Hamburger Adreßbuch 1927 (S. 1091 – II)
[11] Altonaer Adreß-Buch 1929
[12] Altonaer Adreßbuch 1927, Seite II-464
[13] Vereins-Nachrichten, Nr. 6 – 30.6.1926
[14] Hamburger Adreßbuch von 1928 (II-472), 1929 (II-484), 1930 (II-496), 1931 (599-II) und 1932 (II-588)
[15] Vereins-Nachrichten, Nr. 7, Juli 1928 (S. 2)
[16] Sperlings – Zeitschriften- und Zeitungs-Adreßbuch, 55, Ausgabe 1929 (S. 830 und 833)
[17] Sport-Extrablatt  Fachzeitschrift für alle Sportzweige. Erschien von 1920 bis 4.1923; Norddeutsche Gesellschaft für Druck und Verlag, 1922-1923, Börsenbrücke 2a, Hamburg.
[18] Motto der Zeitung: „Der Feind steht links.“ Das war die Übernahme der Parole des DVP-Parteiführers Gustav Stresemann von 1920.
[19] Sport-Chronik – nachgewiesen: 3. Jahrgang 1926, 6. Jahrgang 1929, Heft 30 – Verkauf/Verlagswechsel 1926; Impressum Anfang 1926: Herausgeber: Walter Richter und John Jahr, Verlag Otto Mollweide, Druck bei Rademacher, Hamburg 8, Zippelhaus 7/9, Hamburg 8
[20] Siehe Apostata, S. 74-77, zitierter Bericht aus der Sport-Chronik vom 6.2.1927
[21] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14023515.html - 28.3.1983
[22] Diese Behauptung ist falsch; Jäger verschoß auch diverse Elfmeter, einige sogar bewusst …
[23] Wolfgang Hicks – Unterm Homburger hinter dem Glücksschwein her. Die Welt, Nr. 92  19. April 1980
[24] Impressum Sport-Chronik am Sonnabend, Nr. 35 – 3. September 1927
[25] Heinrich Adolff sen. Verleger des Altonaer Tageblattes im Druck und Verlag Chr. Adolff, Altona, spielte früher selbst bei Altona 93 Fußball.
[26] Vereins-Nachrichten des AFC, Nr. 10, Oktober 1926
[27] Sperlings – Zeitschriften- und Zeitungs-Adreßbuch, 55. Ausgabe 1929 (S. 290)
[28] Sperlings – Zeitschriften- und Zeitungs-Adreßbuch, 55. Ausgabe 1929 (S. 247)
[29] Hamburgisches Polizei-Archiv, Fachblatt für den nationalen Polizeibeamten
[30] HSZ, Nr. 16  18.4.1921 (S. 282) und HSZ, Nr. 17, 25.4.1921 (S. 284/285)
[31] TSS, Nr. 13  30.3.1921
[32] TSS, Nr. 8  22.2.1921 (S. 5)
[33] G.P. Blaschke gab von Kiel aus keine in Hannover erscheinende Sportzeitung herausgab, allerdings redigierte er die Amtlichen Mitteilungen des DFB seit 1911.[DFB-Jahrbuch 1911, S. 255/256]. Als Geschäftsführer des DFB betrug sein Jahresgehalt 3.000 Mark ab 1912, die zwei Hilfskräfte erhielten zusammen 2.100 Mark p.a. – das sind monatlich 87,50 Mark Gehalt. [DFB-Jahrbuch 1912, S. 243]. Im folgenden Jahr (1913) stieg Blaschkes Gehalt auf 4.200 Mk. Und das der Hilfskräfte auf zusammen 2.300 Mark. [DFB-Jahrbuch 1913, S. 315]
[34] TSS, Nr. 13  30.3.1921
[35] Als Geschäftsführer des NFV verdiente Peter Meis ab dem Verbandstag 1919 in Altona 4.200 Mark plus 100 Mark Teuerungszulage, das sind monatlich 358,33 M. (Fußball im Norden – 100 Jahre NFV; S. 394)
[36] Vereinsnachrichten, Oktober 1923, Ein offener Brief und Die Sportpresse … und wir. (S. 13/14)
[37] Vereins-Zeitung, Nr. 5, Juli 1924 (S. 3-5)
[38] Sportredakteur der Altonaer Nachrichten war damals der Lehrer E. Beuk (richtig: Erich Beuck). – Sportstadt Altona, 1927 (S. 33)
[39] Vereinszeitung, April 1922 (S. 6)
[40] Deutsche Sportzeitung (NSZ), Hannover: Sportverlag Norddeutsche Sportzeitung, 1921-1922;
[41] Die NSDAP übernahm den Titel Hamburger Tageblatt für ihre vom 1. Januar 1931 bis August 1944 erscheinende Partei-Tageszeitung für Groß-Hamburg.
[42] Vereinszeitung, Nr. 3, März 1921 (S. 23)
[43] 50 Jahre NFV – Festrede von August Bosse 1930 (S. 48); Der Sporn, Offizielles Renn-Bulletin, Berlin, 1876-1895
[44] Norddeutsche Sportzeitung: amtliches Blatt folgender Sportbehörden: des Deutschen Fußballbundes, der Deutschen Sportbehörde für Athletik; anerkanntes und ältestes Organ des NFV, Lübeck: Verlag Heise, 1912-1917 – 50 Jahre NFV (S. 20), auf S. 108 schreibt Dr. Gösmann von 1908 als Gründungsdatum der NSZ.
[45] 50 Jahre NFV – nachgewiesen ist die TSS von 1918-1932 – hier steht, sie hätte „ein Vierteljahrhundert nützliche Werbearbeit“ geleistet, das wäre dann von 1918-1943 … (S. 23)
[46] Sperlings Zeitschriften-Adreßbuch, 1923
[47] Zeitungskatalog Mosse, Jahrgänge 1927-1933
[48] Zeitungskatalog Mosse 1928, Anzeige S. 225 (36-60 000), Sperlings 1929 (40-60 000 Expl.)
[49] Sperlings Zeitschriften-Adreßbuch, 1929
[50] NDR-Fernsehen, 29. Juli 1983 – zitiert nach: Sylvia Lott (S. 124/125)
[51] Ab 1927 wurde die Sport-Chronik bei Heinrich Bauer gedruckt und die „Alleinige Anzeigenannahme: Allgemeine Propaganda-Zentrale G.m.b.H.“ (Impressum 8.2.1927)
[52] Der Verlag Dr. v. Arnim & Co. (Alterwall 46 III) war die Hamburger Zweigstelle des Deutscher Polizei-Verlag (Lübeck/Dresden), der 1927-1942 das Hamburger Autobuch, Adressen der Kraftfahrzeugbesitzer u. Bestimmungen über den Kraftfahrzeugverkehr sowie das Hamburgisches Polizei-Archiv, das Fachblatt für den nationalen Polizeibeamten (Hamburg : Dt. Polizei-Verlag, 1932-1933) herausgab.
[53] Sport-Chronik, Nr. 6  8.2.1927 (S. 19)
[54] Sport-Chronik, Nr. 73  28.12.1926 (S. 17)
[55] Olympia 1928, Vorwort von Hermann Reemtsma, Altona-Bahrenfeld 1928, Reemtsma
[56] Die Cigarettenwerke Reemtsma A.-G., Musterbetriebe deutscher Wirtschaft, 1928, Weihnachtsgruß an die Angestellten der Werke Bahrenfeld und Hannover, (S. 79)
[57] Flüchtete 1933 aus Deutschland vor den Nazis.
[58] Die Olympischen Spiele in Los Angeles 1932 – Olympia 1932 - Reemtsma
[59] Zitiert nach: Sylvia Lott, Fußnote 7 (Peter Brasch, Interview mit John Jahr, o.J.) (S. 126)
[60] Claus Jacobi, Der Verleger Axel Springer. Eine Biographie aus der Nähe, München 2005 (S. 94)
[61] Sylvia Lott, Die Frauenzeitschriften von Hans Huffzky und John Jahr, Berlin 1985 (S. 129)
[62] Olympia 1936. Das Sportfest der Völker, Cigaretten-Bilderdienst Hamburg-Bahrenfeld, 1936 (S. 5)
[63] Sylvia Lott (S. 197)
[64] Claus Jacobi, Der Verleger Axel Springer. Eine Biographie aus der Nähe, München 2005 (S. 94)
[65] Claus Jacobi war ab 1974 Chefredakteur von Die Welt und später auch Herausgeber sowie Redaktionsdirektor der Bild im Springer-Konzern.
[66] Sylvia Lott, (S. 135 und 137)
[67] Sylvia Lott, (S. 155/156)


Inhalt Die Ära Adolf Jäger

Vorwort: Aufarbeitung – Vergangenheitsbewältigung? ………………… 9

Kurzer Absriss über die Geschichte
von Altona 93 von 1893 bis 1908 ……………………………………………… 14

Die Ära Adolf Jäger …………………………………………………………………. 21

Exkurs: Fußball während des
Weltkrieges – eine ideologische Debatte ……………………………………. 35

Und wie weiter unterm Hakenkreuz im «Dritten Reich»? …………… 80

Die «Sportsfreunde» ………………………………………………………………. 104

Unser AFC. Artikel von ‚Pejot‘ über den
Altoner Fußball-Club von 1893 e.V.
in den Altonaer Nachrichten 1927 …………………………………………….. 126

Dokumentation: 40-Jahr-Feier des AFC 1933
im Altonaer Tageblatt und Altonaer Nachrichten ……………………….. 129

Quellen und Endnoten ……………………………………………………………….. 135

44 Spielberichte von 1908 – 1927 ………………………………………………… 153

Stadtplan von Altona 1935 ………………………………………………………….. 313

Heimkehr Schiri TSS 1921

Karikatur aus der TSS 1921

44 Spielberichte

1908
Juni 1908: 1. Länderspiel gegen Österreich 2 : 3 ………………………… 154

1914
April 1914: Länderspiel gegen Holland in Amsterdam 4 : 4 …………. 158

1918
März 1918: Norddeutschland – Westdeutschland 3 : 0 ……………….. 162

1920
Januar 1920: Norddeutschland – Nordholland 1 : 2 ……………………. 164
April 1920: Werder Bremen 4 : 1 ……………………………………………….. 173
Juli 1920: Werder Bremen 4 : 3 …………………………………………………. 175
August 1920: Hakoah Wien 3 : 1 ………………………………………………… 177
Oktober 1920: Deutschland – Ungarn 1 : 0 ………………………………… 179
Dezember 1920: Bayern München 1 : 3 ………………………………………. 186

AFC-Fürth 1921 Anzeige

 

 

 


1921
März 1921: SC Victoria 1 : 5 …………………………………………………….. 189
April 1921: Nord – Süddeutschland in Karlsruhe 0 : 1 …………………. 194
April 1921: Eimsbüttel 1 : 0 ……………………………………………………… 200
Mai 1921: Altona – Hamburg 5 : 1 ………………………………………………. 202
Mai 1921: Minerva Berlin 3 : 2 ……………………………………………………. 207
Mai 1921: Stuttgarter Kickers 2 : 2 ……………………………………………… 210
Juni 1921: SpVgg. Fürth 1 : 2 ……………………………………………………….. 213
Juni 1921: Kamraterna Malmö 4 : 4 …………………………………………… 218
Juli 1921: BC 97 Kopenhagen 0 : 1 ……………………………………………….. 220
August 1921: Duisburger Sp. V. 3 : 2 …………………………………………… 222
September 1921: Duisburger Sp.V. 5 : 1 ………………………………………. 224
Oktober 1921: Stadioneinweihung – HSV 1 : 1 …………………………….. 227
November 1921: Städtekampf Hamburg-Berlin 2 : 2 …………………… 234
Dezember 1921: Victoria 1 : 8 …………………………………………………….. 240

ajisoliert.png

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
1922
März 1922: Viktoria Berlin 7 : 1 ……………………………………………. 244
März: Viktoria-Wilhelmsburg 9 : 1 ……………………………………….. 244
April 1922: Dresdener Spielvereinigung 7 : 4 ………………………… 247
April 1922: V.f.R. Mannheim (1. Ostertag) 3 : 2 ……………………. 252
April 1922: Unverhoffter Sieg über Österreich 2 : 0 ……………….. 253
April 1922: V.f.B. Leipzig 1 : 5 …………………………………………….. 256
Juni 1922: Norddeutschland – Südschweden 4 : 1 …………………. 257
Dezember 1922: Deutschland – Schweiz 1 : 1
(18. und letztes Länderspiel) in Stuttgart ……………………………………… 260

1923
September 1923: Köln – Hamburg 2 : 0 ………………………………. 262

1924
August 1924: Spielvereinigung Fürth 3 : 3 ……………………………. 264
September 1924: Holstein Kiel 5 : 0 und 2 : 1 ……………………….. 267

1925
April 1925: HSV 4 : 5 …………………………………………………………… 271
April 1925: Dulwich Hamlet 1 : 4 …………………………………………. 274
Mai 1925: Duisburger SV 0 : 2 ……………………………………………. 277
Juni 1925: Union 03 3 : 6 …………………………………………………… 280

AJ 1925 gegen Hertha BSC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1926
Januar 1926: Holstein Kiel 1 : 5 …………………………………………. 284
April 1926: Dresdner SC 2 : 6 …………………………………………….. 287
August 1926: SpVgg Fürth 1 : 4 ………………………………………….. 290
Dezember 1926: Victoria 4 : 1 …………………………………………… 294

1927
Februar 1927: NFV-Westdeutschland
– Abschiedspiel 1927 4 : 3 ……………………………………………….. 299
Mai 1927: Schalke 04 2 : 3 ………………………………………………. 306

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